Reisebericht: Labriz – Desroches – Lemuria – Ephelia


Unser Gast Frau Fütterer hat unserer Mitarbeiterin Frau Hoidn nun schon den zweiten Reisebericht  geschickt und mir gestattet auch diesen  in unser Forum einzustellen. lesen Sie ganz unten! Links ein Bild von Frau Fütterer gemeinsam mit dem “Maler des Indischen Ozeans”: Michael Adams.

——————————————————————————————————-

Na dann will ich gleich loslegen und zwar in der Reihenfolge der besuchten Inseln

1. Silhouette / Labriz
Beachvilla Nr 215 – in diesem Bereich war der Strand am schönsten; weiter hinten in Richtung auf die großen Villen mit Pool war der Strand nicht mehr so schön, denn es hat dort größere Steinflächen inmitten der Sandflächen.
Leider sind die Wege zu den Restaurants und die Bereiche für das Frühstück gepflastert, es bleibt also kaum die Möglichkeit, ohne Schuhe den Sand an den Füßen zu fühlen (was ein großartiges Erlebnis auf Soneva Fushi war und wir vermissten) Das Hotel war maximal zu 50% ausgelastet, daher war es sehr angenehm ruhig.
Am besten hat es uns im Italienischen Restaurant geschmeckt. Einmal gab es ein Buffett im alten Haus direkt am kl Hafenbereich; die Musik war schrecklich, das Essen soweit ganz ok.. Die Tauchbasis war sehr gut organisiert

2. Desroches
Zimmer Nr 25 – auch hier hatten wir mit dem Strandabschnitt vor unserem Zimmer Glück. Die Zimmer auf der anderen Seite haben keinen schönen Strand.
Es trieben viele Unterwasserpflanzen an den Strandbereich und das Hotel hats kaum noch geschafft, diese wegzukehren. Das wäre noch nicht so störend.
Nicht so gut war die Tatsache, dass die Pflanzen im Wasser trieben und man nicht wirklich Lust auf Baden hatte.
Sehr persönlich geführtes Hotel; man wird ständig gefragt, ob alles ok ist und ob das Essen geschmeckt hat.
Essen am Strand, Füße im Sand – das war wunderbar Vollpension ist schrecklich, denn das Essen ist einfach zu gut um darauf zu verzichten Die Anlage für die Riesenschildkröten ist gut gelungen und nicht zu klein; Radfahren ist toll.
Die letzte Nacht durften wir ganz überraschend in einer Villa (Nr 113) verbringen – das war ein unglaubliches Erlebnis. Wir konnten es gar nicht fassen, dass man uns das erlaubte und genossen es natürlich in vollen Zügen.
Soviel Luxus ist schon fast zu viel, aber beeindruckt hat es uns doch.
In diesem Hotel haben wir Parallelen zum heiß geliebten Soneva Fushi gesehen und uns sehr wohl gefühlt.
Auch hier war die Tauchbasis sehr gut organisiert.
Für den Flug nach Desroches mussten wir für Übergepäck bezahlen. Da mein Mann seine komplette Tauchausrüstung dabei hatte, waren über dem zulässigen Gewicht von insges. 40kg.

3. Lemuria
Suite Nr 95 – ganz am Ende kurz vor den Villen, also viel Bewegung. Das tat uns aber sehr gut, denn hier gab es wirklich ganz ausgezeichnetes Essen.
Die Hotelgröße ist noch nicht erdrückend, es gibt ausreichend Platz, um sich zurückzuziehen.
Das Hotel schien ziemlich stark ausgebucht; unser Zimmer haben wir mit Verzögerung beziehen dürfen; aber das Hotel hatte es im Griff, uns das Warten kurzweilig zu gestalten.
Das Live Cooking System im Hauptrestaurant ist ein absolutes Erlebnis; allerdings kann man gar nicht mehr aufhören mit dem Essen, weil man alles probieren möchte.
Zum Hochzeitstag gab es einen leckeren Obstkuchen vom Hotel für den Nachmittagskaffee und am Abend ein Drei-Gänge-Menü (allerdings eher am Fließband, denn es gab einige Honeymooner).
Anse Georgette ist immer ein Erlebnis
Und das Vale de Mai ist natürlich ein Muss (wir haben es auch diesmal sehr genossen, fast intensiver als beim erstenmal vor 9 Jahren) Direkt über unserer Suite sind die Flugzeuge eingeflogen, das war mitunter schon mal störend, denn der Flughafen wird mehrmals täglich bedient.

4. Ephelia
Bei Ankunft mussten wir rund 3 Stunden auf unser Zimmer warten. Man hat uns einen Hotelanlagen-Plan gegeben und gemeint, wir könnten uns umsehen und sollten dann mal wieder nachfragen. Ich glaube, hier kann sich das Hotel im Service noch verbessern.
Senior-Suite Nr 84 (Erdgeschoss-Suite) – liegt sehr günstig, weil man noch viel Sonne am Abend abkriegt und das ist sehr angenehm. Der Weg zum Strand ist kurz, allerdings ist der südliche Strandabschnitt der beliebtere und daher ist er auch völlig überlastet. Die Liegen stehen in zwei Reihen und wer keine Liege findet, legt sich auf den Sand. Das ist eindeutig zu viel.
Angenehm ist die Nähe zum Restaurant Seselwa, das wir sehr gerne mochten.
Dort war auch das Personal ab freundlichsten. Ganz anders im Helios, wo wir eher den Eindruck hatte, dass nicht gerade mit Freude gearbeitet wird. Das große Restaurant mutet eher wie eine Grosskantine an. An unserem Anreisetag war dieses Restaurant völlig überfüllt und das Buffet konnte nicht schnell genug nachgefüllt werden. Hier empfanden wir das Live Cooking System als nicht beeindruckend. Am letzten Abend haben wir es nochmal probiert und haben wohl einen weniger hektischen Zeitpunkt erwischt. Trotz Themenwechsel hatten wir nicht den Eindruck, dass das Buffet viel anders ausgesehen hat.
Insgesamt war das Essen sehr gut. Das Ambiente (Mobiliar etc) ist exclusiv, aber die Menschenmassen machen den Wohlfühleffekt kaputt.
Leider bietet Manson Travel nur einmal in der Woche eine Tagestour durch Mahe an. Dafür hat uns eine Dame von Manson einen lokalen Reiseleiter vermittelt. Der Herr heißt Sandro Torsi und ist Schweizer. Er hat eine Internetseite unterhttp://www.vascotours.com. Wir fanden die Tagestour mit ihm sehr angenehm und empfehlen ihn sehr gerne weiter.
Die Tauchbasis ist überhaupt nicht gut organisiert. Zum Glück gibt es einen Tauchguide mit Tauchbasis auf einem Schiff, das vor dem Südstrand ankert.
Der hat einen professionellen Eindruck gemacht.
Wissenswert ist, dass die Rezeption in der Nähe der Senior-Suiten früh morgens geschlossen ist und man den Fahrer an der anderen Rezeption trifft – das hat bei uns zu leichter Verwirrung geführt, war aber nicht weiter schlimm.

Allgemein:
Die Abholungen und Transporte von Insel zu Insel haben wie immer perfekt geklappt. Man hat irgendwie den Eindruck, dass man als Trauminsel-Reisender bevorzugt behandelt wird. Aber vielleicht täuscht der Eindruck, weil die Professionalität im Service doch überall sehr hoch ist.

Die Reihenfolge der Inseln war genau richtig gewählt. Wir waren froh, dass wir unseren Hochzeitstag in einem professionell geführten Hotel feiern durften.

Ich denke, jetzt habe soweit alle Punkte gelistet, die mir wichtig sind. Vielleicht hilfts.

Ingrid Fütterer

7 Kommentare

  1. Oliver Heimbold

    Toller Reisebericht und interessantes Inselhopping-Paket. Mich würde noch interessieren, wie lang die jeweils Aufenthaltsdauer war?

    Beste Grüße
    Oliver Heimbold
    http://www.facebook.com/seychellesurlaub

    1. Werner Knodel

      Nachdem ich in früheren Jahren viele Reisen auf die Seychellen unternommen hatte, empfehle ich Ihnen die einzelnen Stationen nicht zu kurz zu wählen. Mein Rat ist: wenn möglich pro Insel mindestens eine Woche. Aber wenn es so nicht geht – möglichst mehr als 3 Tage pro Insel. Wenn Sie zu viel machen, sind Sie entweder gestresst weil ständig am Packen und reisen und dann bekommen Sie vieles vom “Inselfeeling” und von den Schönheiten der Natur gar nicht mit oder Sie konzentrieren sich z.B. auf einen einzigen Strand und einen Ort und meinen dann schon alles gesehen und erlebt zu haben.
      Man muss die unterschiedlichen Tageszeiten, die unterschiedlichen Stimmungen und auch mal einen Wolkenbruch erlebt haben bei dem man patschnass wird und trotzdem lacht. Beim Sonnenuntergang nicht duschen sondern am Strand sein und jeden Tag das Spiel der Farben und die unterschiedlichen Sonnenuntergänge dazu die meist sanfte Dünung, den Wind und die Stille in sich aufnehmen um zu verstehen, was an den verschiedenen Plätzen besonderes ist.
      Bei Ebbe vom Strand aus die Meeresbewohner beobachten, auf dem Bauch liegen und die Einsiedlerkrebse beobachten (und tiefe Eindrücke sowohl auf der Haut als auch intern) mitnehmen.
      Ich kenne Leute die unheimlich viel herumgereist sind auf den Inseln, aber nichts gesehen haben. Und ich habe diese Bilder noch immer vor Augen. Deshalb – wenn Sie dorthin fahren – nehmen Sie sich an jedem Platz bzw. Ort viel Zeit und versuchen Sie das zu finden und kennenzulernen was man halt nur sieht und erlebt, wenn man sich Zeit nimmt und ein bisserl dahinterschaut.

  2. Frau Fütterer war 3 Wochen auf den Seychellen unterwegs.

    Mit freundlichem Gruß
    Wolfgang Därr

  3. Werner Knodel

    Wie bereits zur Anse Gorgette von mir angemerkt – ich beneide Sie um die aktuelle Reise und ich kann alles weitestgehend nachempfinden.

  4. Ingrid Fütterer

    Fortsetzung einer Traum(insel)reise

    Im Mai 2013 haben wir erneut eine Reise auf die Seychellen gebucht, wir sind gerade erst am 1. Juni zurückgekommen und hier ist unser neuester Reisebericht.

    Die Reise begann diesmal auf der Hauptinsel Mahe und wir waren zunächst 5 Nächte im Hilton Northolme untergebracht, das im Nordwesten in der Bucht von Beavallon liegt. Wer jetzt an eine große Hotelanlage denkt, liegt völlig falsch. Dieses ist das kleinste Hilton der Welt und liegt wunderschön in einem Hang und hat auch einen schönen kleinen Strandabschnitt dabei. Das Spa ist ein Geheimtipp für Geniesser, nach Cocos-Öl duftende Massagen lassen ganz schnell den Alltag verschwinden. Die Massageräume sind in Räumen untergebracht, wo man einen wunderbaren Blick auf das offene Meer hat.

    Das Essen war ganz hervorragend und vor allem abwechslungsreich. Das Hotel verfügt über zwei verschiedene Restaurants, von denen eines bereits mit seinen Speisenkreationen Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen hat. Zudem gibt es eine Bar mit einer großen Außenterrasse, auf der man seinen Drink bei einem Blick auf das Meer genießen kann.

    Obwohl das Hilton Northolme selbst keine Tauchbasis innerhalb der Anlage hat, gibt es in unmittelbarer Nähe ein Padi 5 Star Dive Resort, das Big Blue Divers. Dort habe ich dann meine ersten Taucherfahrungen im Meer gemacht und es war ein wunderbares Erlebnis. Die See war zwar zu dieser Zeit schon etwas unruig, aber man konnte noch ganz gut Tauchen.

    Auf Mahe wohnt der bekannte Maler Michael Adams (Anse aux Poules Bleues im Südwesten der Insel) und wir hatten das große Glück, in mit seiner charmanten Frau Heather besuchen zu dürfen. Eine Weihnachtskarte, die mir Heather nach Deutschland geschickt hatte, war in meinem Gepäck und ich bat Michael Adams, diese für mich zu signieren, was er prompt mit sichtlich großem Vergnügen tat. Wir plauderten ein bisschen und haben uns die Bilder angesehen, die zum Verkauf ausgestellt waren. Auch Bilder seiner beiden Kinder konnten wir besichtigen und Michael Adams machte den scherzhaften Kommentar, dass seine Kinder mittlerweile eine echte Konkurrenz geworden sind, vor allem weil ihre Bilder um einiges billiger sind als seine eigenen. – Für mich begann die Zeit des Nachdenkens, ob ich mir ein Original von diesem genialen Maler mit nach München nehmen möchte.

    Die Reise ging weiter, wir sind auf ein Boot gezogen für 7 Nächte. Das Boot nennt sich Sea Bird und wird über Silhouette Cruises betrieben. Üblicherweise finden dort 22 Gäste Platz, doch wir hatten den Vorteil der Nebensaison auf unserer Seite und waren gerade mal 6 Gäste. Dem stand eine Besatzung von 10 Personen gegenüber, inclusive einem Dive Instructor. Von diesen 6 Gästen waren nur mein Mann und ich Taucher und so hatten wir jeden Tag unseren „Private Dive“, was wir sehr genossen haben. Der schönste Tauchplatz war an der kleinen Insel St. Pierre.

    Die Sea Bird ist die Route Mahe – Praslin – Cousine – La Digue –Curieuse – St. Ann – Mahe gefahren und wir hatten so einen guten Überblick über die Hauptattraktionen der Seychellen. Auch wenn wir schon fast alle Inseln früher einmal gesehen haben, wurde es keineswegs langweilig. Erstmals hatten wir das Pech, das schöne Vale de May bei strömenden Regen zu erleben. Der ganze Park wirkte sehr düster. Aber zum Glück ist es selbst bei Regen nicht kalt, sondern erfrischend und man kann Spaß haben. La Digue hat sich in den 12 Jahren seit unserem ersten Besuch am stärksten verändert und es ist sehr schade, dass es mittlerweile viel mehr Autos gibt, die zudem schneller fahren, als es für die Fahrradfahrer gut ist.

    Auf dem Boot gibt es Vollpension und dazu noch ein Nachmittagstee mit leckerem, frisch gebackenem Kuchen. Auf die Figur braucht man da nicht zu achten, das ist völlig hoffnungslos. Schließlich ist Urlaub, also was solls.

    Am Ende unserer Drei-Wochen-Reise stand dann Denis Private Island auf dem Programm, wo wir 6 Nächte verbracht haben. Diese Insel hat uns richtig begeistert. Hier trifft dezenter Luxus auf Natur, genau unser Geschmack. Wir bewohnten ein Spa Beachfront Cottage mit eigenem kleinen Gartenabschnitt und Zugang zum Meer. Der Strand ist wunderschön, das Wasser schimmert in unglaublich schönem Türkis. Das Bad ist großzügig und offen gestaltet, natürlich mit Außendusche. Man braucht sich nicht einzusperren, kann das Cottage ganz offen lassen.

    Das Personal auf Denis Private Island war besonders aufmerksam und freundlich. Wir hatten Spaß mit den Köchen – natürlich war das Essen auch hier besonders lecker.

    Am letzten Tag ging es dann zurück auf die Insel Mahe, wo wir noch einen halben Tag Zeit hatten, bis gegen Mitternacht das Flugzeug in die Heimat startete. Wir haben wieder Sandro von Vasco Tours getroffen und er hat uns nochmal zu Michael und Heather Adams gefahren. Und ja, wir haben uns ein Original-Gemälde gekauft! Es war noch einmal ein großer Spaß mit Michael und Heather. Mit großer Hingebung hat Michael das Gemälde selbst verpackt. Am Ende hatte ich das Bild in einem Karton sicher verstaut und zudem einen Tragehenkel aus Tesafilm daran. Zum Schluss hat Heather noch ein Foto gemacht von uns allen – als Erinnerung.

    Wir hoffen sehr, dass wir Michael und Heather irgendwann wiedersehen. Die beiden sind sehr sympathische Künstler „zum Anfassen“.

    Abschließend gilt unser großer Dank wie immer unserer lieben Frau Beate Hoidin von Trauminselreisen. Sie hat immer die tollen Ideen für unsere Reisevorschläge und macht unsere Urlaube erst zu Traum(insel)reisen.

    Ingrid und Otto Fütterer

  5. Herzlichen Dank Frau Fütterer! Es freut mich sehr, dass auch Ihre zweite Seychellenreise so war, wie Sie es sich gewünscht haben! Vielen Dank auch für das nette Bild von Ihnen und Michael Adams. Leider musste ich es oben neben Ihrem ersten Artikel einbinden, weil das Blog-Programm es mir nicht erlaubt auch Bilder zu Kommentaren zuzufügen.

  6. Franz Uranich

    Auf den Seychellen kann es gasr nicht langweilig werden. Ob auf den Inseln oder im Meer, es gibt immer etwas zu entdecken. Mit einem preiswerten Mietauto auf Mahe und Praslin ist man flexibel. Die Inseln sind leicht überschaubar. Gebuchte Mahe-Inselrundfahrt oder auf Praslin mit, z.B. Vasco-Tours, kann man sich sparen und das Geld für andere Aktivitäten ausgeben.

Schreib eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.